Mittwoch, 23. März 2011
Abzocker: European Music Group
langhalsgiraffe, 17:53h
Die European Music Group (EMG) ist ein deutsches Label (ansäßig in Braunschweig), zu dem auch das Label Firefield Records gehört. Die European Music Group ist sowohl auf dem kommerziellen Sektor, als auch auf der Indie-Schiene unterwegs und bietet Dienstleistungen an. Firefield Records bedient vornehmlich den Metal-Sektor.
Die EMG tritt sehr seriös auf (u.a. durch die Distanzierung vom sogenannten Haifischbecken), doch der Schein trügt. Im Dienstleistungsbereich zockt sie erwiesenermaßen ab, was das Zeug hält. Angeboten werden Promotion, Digitalvertrieb/CD-Pressung sowie Video-Promotion. In diesem Zusammenhang preist die EMG auch ihre hervorragenden Kontakte im Musik-Business an, von denen der Künstler letztlich jedoch nicht viel zu sehen bekommen wird.
Betrachtet man in den Online-Shops die von der European Music Group veröffentlichten Newcomer-Alben, fällt auf, dass diese sehr zahlreich und meist ohne Verkaufsrang sind. Warum? Beschickt werden eben nicht "hervorragende Kontakte" - viel mehr geht das Promotionmaterial an irgendwelche Privatadressen und unbedeutende Radios, bzw. an Radios, die prinzipiell nicht auf die jeweiligen Bands zugeschnitten sind. Als besonderer Gag seien hier Feuerwehrradios erwähnt. Der EMG kann es letztlich auch egal sein, denn sie hat schon vorher kassiert. Und das nicht wenig.
Vertraglich vereinbarte Dinge wie ein EPK (Electronic Press Kit) erhält man von der EMG meist nur auf Anfrage. Zudem ist dieses dann nicht selten einfach so hingeschlampt und dementsprechend fehlerhaft. Ferner werden manche Promotionmaßnahmen nur vorgetäuscht (z.B. Interviews) und die Auflistung der beschickten Kontakte flattert auch nur schnell zusammengeschustert auf Anfrage in den eigenen virtuellen Briefkasten.
Macht man die European Music Group auf solche Dinge aufmerksam, wird man keine Antwort mehr erhalten. Das bedeutet dann natürlich auch, dass Abrechnungen ausbleiben. Abzocke vom Allerfeinsten.
Die EMG tritt sehr seriös auf (u.a. durch die Distanzierung vom sogenannten Haifischbecken), doch der Schein trügt. Im Dienstleistungsbereich zockt sie erwiesenermaßen ab, was das Zeug hält. Angeboten werden Promotion, Digitalvertrieb/CD-Pressung sowie Video-Promotion. In diesem Zusammenhang preist die EMG auch ihre hervorragenden Kontakte im Musik-Business an, von denen der Künstler letztlich jedoch nicht viel zu sehen bekommen wird.
Betrachtet man in den Online-Shops die von der European Music Group veröffentlichten Newcomer-Alben, fällt auf, dass diese sehr zahlreich und meist ohne Verkaufsrang sind. Warum? Beschickt werden eben nicht "hervorragende Kontakte" - viel mehr geht das Promotionmaterial an irgendwelche Privatadressen und unbedeutende Radios, bzw. an Radios, die prinzipiell nicht auf die jeweiligen Bands zugeschnitten sind. Als besonderer Gag seien hier Feuerwehrradios erwähnt. Der EMG kann es letztlich auch egal sein, denn sie hat schon vorher kassiert. Und das nicht wenig.
Vertraglich vereinbarte Dinge wie ein EPK (Electronic Press Kit) erhält man von der EMG meist nur auf Anfrage. Zudem ist dieses dann nicht selten einfach so hingeschlampt und dementsprechend fehlerhaft. Ferner werden manche Promotionmaßnahmen nur vorgetäuscht (z.B. Interviews) und die Auflistung der beschickten Kontakte flattert auch nur schnell zusammengeschustert auf Anfrage in den eigenen virtuellen Briefkasten.
Macht man die European Music Group auf solche Dinge aufmerksam, wird man keine Antwort mehr erhalten. Das bedeutet dann natürlich auch, dass Abrechnungen ausbleiben. Abzocke vom Allerfeinsten.
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Abzocker: Abacus Recordings Inc. (Fl)
langhalsgiraffe, 17:50h
Abacus Recordings (kurz A.R.I.) ist ein US-amerikanisches Label (nicht zu verwechseln mit Abacus Records, einem nicht mehr existierenden Sublabel von Century Media), das bis vor kurzem nur zum Schein existierte. Doch nun ist es da. Hinter A.R.I. steckt übrigens ein alter Bekannter; es ist der Chef der "A.R.I. Associated Labels". (s.Blogeintrag zu Telegrammetry Recordings, Hypervoxx und Buzzenbark.)
Und dieser alte Bekannte hat seine Fühler natürlich immer dort, wo man noch etwas Geld machen kann - in diesem Fall ist es der Alternativ- und College Rock-Bereich. Es ist davon auszugehen, dass er auch hier seine Vorgehensweise nicht ändern wird: Vertrag nicht gegenzeichnen und auch keine Abrechnungen verschicken, zumal ja wieder niemand Geld verdient hat. Abacus hat angekündigt, (wie immer) international zu promoten.. Deutsche Bands aus den betreffenden Bereichen also aufgepasst.
Und dieser alte Bekannte hat seine Fühler natürlich immer dort, wo man noch etwas Geld machen kann - in diesem Fall ist es der Alternativ- und College Rock-Bereich. Es ist davon auszugehen, dass er auch hier seine Vorgehensweise nicht ändern wird: Vertrag nicht gegenzeichnen und auch keine Abrechnungen verschicken, zumal ja wieder niemand Geld verdient hat. Abacus hat angekündigt, (wie immer) international zu promoten.. Deutsche Bands aus den betreffenden Bereichen also aufgepasst.
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Abzocker: Telegrammetry Recordings, Hypervoxx und Buzzenbark
langhalsgiraffe, 17:46h
In den USA (Florida) ansäßig, hat sich diese Gruppe von Indie-Labels auf elektronische Musik spezialisiert; insbesondere auf die Genres Dark Electro, Terror EBM, Hellectro, Industrial und IDM. Die Produktionen des Hauptlabels, Telegrammetry Recordings, sind auf professionellem Niveau, während auf Hypervoxx Low Budget-Produktionen (auf professionellen CD-R's) erscheinen. Das noch recht junge Buzzenbark-Label wurde als Multigenre-Label gegründet.
Worauf sich diese Labels jedoch ganz besonders spezialisiert haben, sind ausländische und vor allem deutsche Bands. Warum? Ganz einfach: Diese sind leichter abzuziehen, weil die meisten Künstler nun mal nicht die Möglichkeit haben, von ihrem per Vertrag eingeräumten Recht auf Einsicht in die Buchhaltung des Labels Gebrauch zu machen.
Der Vertrag ist hier übrigens auch der Knackpunkt. Mal abgesehen davon, dass man mit dem Unterschreiben eines Vertrages mit diesen sogenannten "A.R.I. Associated Labels" quasi seine Seele verkauft, wird man vergebens auf die Gegenzeichnung warten. Diese ist letztlich ja auch nicht notwendig, denn das Label kann mit der Unterschrift des Künstlers gleich voll durchstarten. In der Regel wird von den Labelmitarbeitern auch extreme Eile vorgetäuscht, um ohne weitere Fragen an die Unterschrift des Künstlers zu kommen.
Was danach kommt, ist das Übliche: Die Herrschaften vom Label verdienen (mehr oder weniger), während die Band leer ausgeht. Abrechnungen? Fehlanzeige. Es heißt einfach: "Leider hat in diesem Jahr niemand Geld verdient" und deshalb ist eine Abrechnung ja auch nicht notwendig - sagen diese Labels. Und so geht das Jahr für Jahr, während die Band wohlmöglich die Verkaufsränge ihres Outputs in den bekannten Online-Shops nach oben schießen sieht. Denn Promo machen TGM & Co natürlich.
Worauf sich diese Labels jedoch ganz besonders spezialisiert haben, sind ausländische und vor allem deutsche Bands. Warum? Ganz einfach: Diese sind leichter abzuziehen, weil die meisten Künstler nun mal nicht die Möglichkeit haben, von ihrem per Vertrag eingeräumten Recht auf Einsicht in die Buchhaltung des Labels Gebrauch zu machen.
Der Vertrag ist hier übrigens auch der Knackpunkt. Mal abgesehen davon, dass man mit dem Unterschreiben eines Vertrages mit diesen sogenannten "A.R.I. Associated Labels" quasi seine Seele verkauft, wird man vergebens auf die Gegenzeichnung warten. Diese ist letztlich ja auch nicht notwendig, denn das Label kann mit der Unterschrift des Künstlers gleich voll durchstarten. In der Regel wird von den Labelmitarbeitern auch extreme Eile vorgetäuscht, um ohne weitere Fragen an die Unterschrift des Künstlers zu kommen.
Was danach kommt, ist das Übliche: Die Herrschaften vom Label verdienen (mehr oder weniger), während die Band leer ausgeht. Abrechnungen? Fehlanzeige. Es heißt einfach: "Leider hat in diesem Jahr niemand Geld verdient" und deshalb ist eine Abrechnung ja auch nicht notwendig - sagen diese Labels. Und so geht das Jahr für Jahr, während die Band wohlmöglich die Verkaufsränge ihres Outputs in den bekannten Online-Shops nach oben schießen sieht. Denn Promo machen TGM & Co natürlich.
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